Ein Tisch mit verschiedenen Lebensmittelprodukten, darunter Gläser mit Senf, Öl und eine Flasche Wein. Frische Tulpen in einer Vase verleihen der Szene eine charmante Note. ©  GyBi Saanen - Léonie Müller
Drei kleine Gläser mit Saanesenf stehen auf einem Tisch. Im Hintergrund sind weitere Produkte und eine Vase sichtbar. ©  GyBi Saanen - Léonie Müller
Eine Auswahl an kleinen Gläsern mit verschiedenen Saucen auf einem Tisch. Im Hintergrund sind Kochutensilien und weitere Behälter sichtbar. ©  GyBi Saanen - Léonie Müller
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Léonie Müller

Léonie Müller, Inhaberin des GyBi Lädelis in Saanen, freut sich die geschichtsträchtige Tradition der Produktion des Saanensenfs weiterzugeben. Wer im Saanenland aufgewachsen ist, dem wurde früher oder später irgendwo der spezielle Saanesenf aufgetischt. Speziell? Ja, denn es gibt wohl selten so viele Senf-Varianten, die alle als „Saanesenf“ gehandelt werden. Die meisten Familie haben ihr eigenes Rezept, das von der Urgrossmutter zur Grossmutter, zur Mutter und weiter an die Kinder gereicht wird. Das Rezept wird gehütet und nicht preisgegeben, denn jede Familie hat, wie könnte es anders sein, das beste Rezept!

Was ist so speziell am „Saanesenf“. Früher hatte es eine stattliche Anzahl Kirschbäume in der Region und die Kirschen wurden zu Kirschmus verarbeitet. Kirschmus, eine Zutat die ursprünglich dem Saanesenf beigegeben wurde und unserem Saanesenf noch heute beigefügt wird. Es sind auch die verschiedenen, im Saanenland nicht üblichen Gewürze, die dem Senf seine eigene Note geben. Die Gewürze haben Söldner bei ihrer Rückkehr mit ins Saanenland gebracht. Was alles im „Saanesenf“ drin ist, muss heutzutage auf der Etikette ersichtlich sein. Doch von welchem Gewürz wie viel dem Grundrezept beigegeben wird, das jedoch bleibt geheim. Denn, nicht vergessen, jede Familie hütet ihr Rezept und freut sich, wenn ihr „Saanesenf“ den Leuten schmeckt. Hoffentlich auch Ihnen.