Fabrice von Grünigen lacht in die Kamera und steht dabei auf der Peak Walk Brücke auf dem Galcier 3000.
Auf dem Weg nach oben
Fabrice von Grünigen steht auf der Peak Walk Brücke auf dem Galcier 3000 und schaut dem Sonnenuntergang zu.
Ein Athlet, der für die Berge brennt
Fabrice ist ein Athlet, der weiss, wofür er trainiert. Unterdessen steht er im nationalen Kader des Swiss Para-Snowboardteams auf der Startliste für Europacup- und Weltcup-Rennen. Sein Weg zurück in den Wintersport beweist, wie Fabrice auch nach dem tragischen Einschnitt in seinem Leben, am liebsten das macht, wofür er brennt: Zeit draussen in der Natur am Berg verbringen. In der Ferienregion Gstaad in der Nähe von Zweisimmen ist er aufgewachsen. Bewegung begleitet ihn bereits sein ganzes Leben – und gibt ihm die ersehnte Freiheit. Auf den Pisten geht er seinen sportlichen Zielen nach. Er will Spitzenleistungen erbringen, sein Rennkalender ist entsprechend auf die grossen internationalen Sportevents ausgerichtet: Denn nirgends bekommen Para-Athleten so viel Aufmerksamkeit wie bei den ganz grossen Wettkämpfen.
Hartes Training für zwei Disziplinen
Fabrice fährt die beiden Disziplinen Snowboard Cross (SBX) und Banked Slalom, die sich stark unterscheiden. Während die Cross-Rennen Explosivität, Reaktionsschnelligkeit und mentale Stärke fordern, verlangt der Banked Slalom Präzision, Rhythmusgefühl und maximale Kontrolle. Entsprechend vielseitig ist das Training von Fabrice von Grünigen, das Kraft und Technik ebenso schärft wie Entscheidungsfähigkeit, Fokus und mentale Ruhe.
An seiner Seite steht Silvan Hofer, Trainer und ruhender Pol. Ihre Zusammenarbeit ist geprägt von Vertrauen und Klarheit. Silvan analysiert jedes Detail und zeigt dem Athleten auf, wo und wie er ansetzen kann, um stetig besser zu werden. Fabrice hört aufmerksam zu und nutzt jeden Run fürs Finetuning. Ausprobieren, umsetzen, wiederholen. Entscheidend ist die Fähigkeit, sich nach jedem Versuch neu zu sammeln und das Ziel stets im Auge zu behalten.
Fabrice von Grünigen macht Sprünge im Snowpark.
Fabrice von Grünigen beim Border Cross fahren auf dem Glacier 3000.
Rundumblick auf dem Glacier 3000.
Verschneiter Rundumblick auf dem Glacier 3000.
Schneesicherheit mit Weitblick
«Das Training auf dem Glacier 3000 bietet uns mehr als bloss eine ideale sportliche Infrastruktur. Die Höhe schafft Distanz zum Alltag und Nähe zum Wesentlichen. Im einzigen Gletscherskigebiet im Berner Oberland sind dank der Höhenlage fokussierte Trainings bereits sehr früh in der Wintersaison möglich», berichtet Fabrice. Pisten und der Snowpark auf dem Gletscher bürgen für sichere Schneeverhältnisse. Oben auf der Plattform eröffnet sich ein meditativer Weitblick, wo Fabrice beim Rundumblick über die Alpen Ruhe findet, um seine Ziele zu verinnerlichen. Zweifel zerstreuen sich, Ziele werden klarer.
Grossanlass vor dem inneren Auge
Die paralympischen Winterspiele in diesem Jahr sind für Fabrice kein fernes Ereignis, sondern ein Ziel in Griffnähe. Sein Training ist darauf ausgerichtet, sich für den Grossanlass zu qualifizieren. Er spricht offen über seine Ambitionen, ohne sie zu überhöhen. Seine ruhige Bescheidenheit gibt ihm Bodenhaftung. Dennoch: Er will am sportlichen Grossereignis nicht nur teilnehmen, er will gute Resultate fahren und seine Spuren im Snowboard-Sport hinterlassen.
Fabrice von Grünigen und Silvan Hofer besprechen die Resultate auf einem Ipad nach einem Durchlauf auf der Piste.
Fabrice von Grünigen steht auf der Peak Walk Brücke auf dem Galcier 3000 und schaut dem Sonnenuntergang zu.
Auf dem Weg nach Cortina
Am Ende des Tages kehrt Ruhe ein im Skigebiet. Die Sonne steht tief, Fabrice lässt den Tag Revue passieren... Das traumhafte Winterwetter, die perfekten Pisten und ein Snowpark ganz nach seinem Geschmack. Tage wie diese, heute auf dem Glacier 3000, bringen ihn immer näher ans Ziel, Cortina ruft. Die nächsten Trainingslager sind geplant. Mit grosser Disziplin macht sich Fabrice auf den Weg. Nicht, um sich etwas zu beweisen – sondern um weiterzukommen.