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Publiziert: 07. Mai 2020 - Quelle: Glacier 3000 AG

«Normalerweise wäre die Skisaison diese Woche zu Ende gegangen»

Der Lockdown sorgte vor fast zwei Monaten für ein abruptes Ende der Wintersaison auf dem Glacier 3000. CEO Bernhard Tschannen erzählt, wieso das bekannte Gletschergebiet die Corona-Krise besonders stark zu spüren bekommt und welche Chancen er darin sieht.

Spuren des Lockdowns

Auf dem Glacier 3000 dauert die Wintersaison im Normalfall ganze sechs Monate. Denn auch während den Frühlingsmonaten finden Gäste auf 3000 Metern über Meer beste Schneeverhältnisse. «Normalerweise wäre die Skisaison erst diese Woche zu Ende gegangen», sagt Bernhard Tschannen, CEO des Unternehmens. Umso härter traf die Corona-Krise das Gletschergebiet. «Der Lockdown ist genau mit unseren stärksten Monaten zusammengefallen, das bedeutet hohe Verluste».

Ab dem 14. März stand der Betrieb still, eine Nacht nachdem der Bundesrat die Schliessung aller Schweizer Skigebiete verordnet hatte. «In Anbetracht des äusserst stabilen Wetters der letzten beiden Monate tut der Betriebsausfall noch mehr weh», fügt Bernhard Tschannen an. Nicht nur Einnahmen aus der Wintersportsaison fallen weg, die Folgen der Corona Pandemie werden auch in den kommenden Monaten noch spürbar sein. Von Mai bis August wird der Glacier 3000 sonst zum Ausflugsziel zahlreicher Schweizer und internationaler Gäste. Aufgrund der Ganzjahresstrategie und dem Ausbau des Ausflugsziels Glacier 3000 machen Sommergäste mittlerweile über 50 Prozent der Gesamtbesucherzahl aus.

Für die kommende Zeit nach dem Lockdown bedeutet das eine stufenweise Erholung des Betriebs. Bernhard Tschannen: «Ich rechne damit, dass die Schweizerinnen und Schweizer ihr Land ab Juni wieder entdecken werden.» Gäste aus Europa seien ab August und solche aus Asien ab Oktober dieses Jahres zu erwarten. «Die Reiseströme aus China, Indien und Korea werden sich wohl frühestens im Sommer 2021 normalisiert haben.»

Ausserordentlicher Betrieb

«Nach dem Entscheid des Bundesrates mussten wir sofort auf Saisonende umpolen», so Bernhard Tschannen. Zwei Tage nach dem Lockdown fand ein Briefing statt – im Freien, um die Sicherheit des Personals zu gewährleisten. Alle Mitarbeitenden wurden mit den neuen Hygienemassnahmen vertraut gemacht und über das weitere Vorgehen informiert. In den darauf folgenden Tagen gab es viele Fragen zu den aussergewöhnlichen Arbeitsverhältnissen. Alle Festangestellten wurden für Kurzarbeit angemeldet, denn Ferien und Überzeit waren rasch abgebaut. «Im März mussten wir das Personal um 25 Prozent reduzieren, im April um 70 Prozent», informiert der CEO. «Für Arbeitende mit Saisonvertrag hat der Bundesrat mit grosszügigen Lohn-Tools reagiert, dafür sind wir sehr dankbar.»

Mitarbeitende im Administrations und Marketing Bereich konnten ihre Pensen relativ hoch halten und von zu Hause aus weiterarbeiten. «Unsere Computer sind so konfiguriert worden, dass wir auf alle üblichen Programme online zugreifen können», erzählt Arnaud Magnin, Marketing Coordinator beim Glacier 3000. «Die Arbeit geht uns nicht aus, aber ich vermisse den Kontakt zu den Kunden und die Atmosphäre auf dem Gletscher.»

«Jede Krise ist auch eine Chance»

Normalerweise stehen die Bergbahnen im November zwecks Unterhaltsarbeiten kurzzeitig still. Doch dieses Jahr fällt die zweiwöchige Betriebspause weg, weil das technische Team die Revisionen der Hauptanlagen bereits im April abschliessen konnte. Das Gletscherparadies mit Blick auf 24 Viertausender wird ohne Unterbruch bis Oktober 2021 geöffnet sein – die längste Betriebsperiode in der Geschichte des Glacier 3000!

«Jede Krise ist auch eine Chance», sagt Bernhard Tschannen und weist auf die Möglichkeit hin, bestehende Angebote und Abläufe zu überdenken. Der CEO kann sich durchaus vorstellen, dass Sitzungen vermehrt virtuell stattfinden werden und das Personal gewisse Arbeiten von zu Hause aus erledigen kann. «Oberste Priorität hat aber weiterhin der direkte Kundenkontakt.»

Neuste Entwicklung der Pandemie lassen voraussichtlich zu, dass der Glacier 3000 den Betrieb im Juni wieder aufnehmen kann. Ab dann stehen den Gästen die beliebten Attraktionen Peak Walk by Tissot, welcher zwei Berggipfel verbindet, Alpine Coaster und Gletscherwanderweg unter Berücksichtigung der Hygienemassnahmen wieder offen. «Flexibilität ist jetzt wichtig», sagt Bernhard Tschannen, «deshalb stellen wir ein passendes und attraktives Angebot für die kommenden Monate zusammen.» Das Team des Glacier 3000 freut sich bereits, ab Juni wieder viele Gäste begrüssen zu dürfen.

Kontakt:
Bernhard Tschannen
CEO Glacier 3000
+41 24 492 09 23
+41 79 603 89 88
bernhard.tschannen@glacier3000.ch