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Published: 28. August 2017 - Source: Bergbahnen Destination Gstaad

Turnaround geschafft

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Gstaad, 26. August 2017 * * * Die Bergbahnen Destination Gstaad AG schliesst ihr zweites Geschäftsjahr nach der stillen Sanierung mit schwarzen Zahlen ab. Dieses Ergebnis und einen Überblick über das Geschäftsjahr 2016/17 präsentierten Verwaltungsratspräsident Heinz Brand und Geschäftsführer Matthias In-Albon bei der Generalversammlung am 26. August im Landhaus Saanen. Sie erläuterten den 131 Aktionären, die 93 % des Aktienkapitals vertreten, die vier Aktivitätenfelder des Unternehmens: Sanierung/Restrukturierung, Bündelung der Marketingaktivitäten, Ausbau und Modernisierung der Infrastruktur sowie Inszenierung der Berge.

Es war ein schwieriges Geschäftsjahr, ein Jahr der Extreme. Der Winter hat im November mit viel Schnee hoffnungsvoll begonnen, es folgten Ende November der zweitgrösste Föhneinbruch seit Messbeginn, der trockenste Dezember seit 150 Jahren sowie der kälteste Januar seit 30 Jahren. Der Februar war überdurchschnittlich warm und der März fiel zur Hälfte buchstäblich ins Wasser. „Um Weihnachten und Neujahr haben wir viel Geld verloren, weil zahlreiche Pisten und Bahnen geschlossen bleiben mussten“, blickte Matthias In-Albon auf den Verlauf der Wintersaison zurück.

Passables Ergebnis trotz schwierigem Hintergrund
„Vor diesem schwierigen Hintergrund sind wir mit einer Ertragseinbusse von CHF 600 000 (-2,6 %) gegenüber dem Vorjahr relativ glimpflich davongekommen“, betonte Matthias In-Albon. Im Gegenzug wurde der Personalaufwand um 12 % (CHF -1,28 Mio.) gesenkt. Der Betriebsaufwand wurde um CHF 3,39 Mio. (28 %) reduziert, obwohl die Ausgaben für die Beschneiung im Dezember und Januar um CHF 400 000 höher ausgefallen sind. Im Geschäftsjahr konnte somit ein Cashflow (Reingewinn mit Abschreibungen) von CHF 5,118 Mio. und ein symbolischer Gewinn von rund CHF 100‘000 erwirtschaftet werden. Der Gewinn vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) konnte gegenüber dem Vorjahr um das Viereinhalbfache verbessert werden – von 4,85 auf 22,3 %. „Wir sind noch nicht dort, wo wir sein müssten“, liess der Geschäftsführer wissen. Ziel sei es, durch Effizienz- und Attraktivitätssteigerungen eine EBITDA-Marge von 30 bis 35 % zu erreichen.

Zwei Bahnprojekte in der Genehmigungsphase
Matthias In-Albon stellte der Versammlung die laufenden Investitionsprojekte vor: Ausbau der Beschneiung in beiden Sektoren, Ausbau der Trafostation, Renovierungen der Berghäuser Rinderbergspitz, Saanerslochgrat, Horneggli, Wispile und La Videmanette sowie Kauf der Hamilton Lodge mit neuem Kooperationspartner Hüttenzauber. Heinz Brand gab einen Überblick über die Bewilligungsverfahren der Neubauprojekte Gondelbahn Saanenmöser-Saanerslochgrat und Gstaad-Eggli. „Wir sind in beiden Projekten in der Genehmigungsphase und hoffen, dass demnächst mit den ersten Vorbereitungsarbeiten für die neue Gondelbahn Saanenmöser-Saanerslochgrat starten können“, so der Präsident.

Top 4-Kooperation und bessere Marktpositionierung
Der Geschäftsführer rückte weiter den bisherigen sehr guten Leistungsnachweis der Gstaad Marketing GmbH ins Blickfeld, deren Teileigentümer die BDG AG ist. Die klarere Marktpositionierung des Rinderbergs und der Wispile zählt zu den grösseren laufenden Projekten. Als herausragend stellte er die Zusammenarbeit der vier grossen Skigebiete im Berner Oberland, Jungfrau Ski Region, Meiringen-Hasliberg, Adelboden-Lenk und Gstaad für das TOP4 Saisonabonnement in den Focus. «Ein Produkt, das sich nicht durch Billigpreis, sondern durch seine Stärke auszeichnet», betonte Andreas Wandfluh von der Gstaad Marketing GmbH. Der Vorverkauf für das gemeinsame Top4-Saisonabonnement und die Gstaader Angebote beginnt im September.

Konstruktive Kommunikation entscheidender Erfolgsfaktor Matthias In-Albon liess keinen Zweifel aufkommen, dass es „auch weiterhin unpopuläre Massnahmen braucht, um die BDG AG weiter auf Kurs zu halten und den neuen Gästeansprüchen und Tourismustrends gerecht zu werden. Er warb um Verständnis, dass es Zeit brauche, bis die Veränderungen greifen. Die konstruktive Kommunikation der Einheimischen zu den Gästen sei dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor, „für welchen wir dankbar sind“.

Kapitalerhöhung mit sehr grossem Mehr genehmigt
Zur Verwendung des Bilanzergebnisses beantragte der Verwaltungsrat eine Zuweisung von CHF 6‘000 an die gesetzliche Gewinnreserve und die Zuweisung des Rests als Vortrag auf die neue Rechnung. Dem Antrag auf Entlastung des Verwaltungsrats und der Wiederwahl von Heinz Brand als Verwaltungsratspräsident kam die Versammlung ebenso einstimmig nach. Auch die Verwaltungsratsmitglieder Jan Brand, Walter Lüthi, Matthias Matti, Holger Schmid, Ernest von Siebenthal und Roland Zegg wurden einstimmig wiedergewählt. PricewaterhouseCoopers AG, Bern, erhielt erneut das Vertrauen als Revisionsstelle für das Geschäftsjahr 2017/18. Ferner stimmten die Aktionäre dem Vorschlag zu, das Kapital um CHF 6 Mio. zu erhöhen und einen entsprechenden Artikel in die Statuten aufzunehmen.

Kontakt für weitere Fragen:
Kerstin Sonnekalb, Head of Marketing Communication, Gstaad Marketing GmbH
Tel. +41 33 748 81 20, k.sonnekalb@gstaad.ch, www.gstaad.ch