Press Releases

Recommend this page
Published: 06. November 2017 - Source: Gemeinde Gsteig

Felssturz Hohmad - Burg Gefahr von weiteren Felsabbrüchen

Sorry, this text is only available in German. Thank you for your comprehension.
Der von einem Felssturz betroffene Sanetschpassweg bleibt bis auf weiteres gesperrt. Wer die Sperrung missachtet, begibt sich in Lebensgefahr.

Der sich am 23. Oktober 2017 ereignete Felssturz aus der Westflanke des Spitzhore im Gebiet Hohmad ist von einem Geologen untersucht worden. Bei diesem Ereignis brachen gemäss ersten Schätzungen rund 50‘000 m3 Fels ab und verteilten sich als Gesteinsschutt unterhalb der Felswände und im Wald bis zum Rotegrabe. Dabei wurden Teile des Wanderweges Gsteig - Sanetsch sowie Rotegrabe - Burg - Längematte verschüttet. Die Ursache des Felssturzes ist unbekannt. Auftauender Permafrost kann auf Grund der Höhenlage von lediglich 2‘100 m.ü.M. ausgeschlossen werden. Es sind auch keine Anzeichen von Wasseraustritten sichtbar, welche auf erhöhte Wasserdrücke im Felsverband hingedeutet hätten. Vermutlich ist der Felssturz die Folge der Verwitterung und der Zerklüftung des Gebirges an dieser Stelle.

Es muss mit weiteren Abstürzen verschiedener Grössenordnungen aus dem Ausbruchgebiet oder aus dem Schuttdepot im unteren Bereich des Ausbruchgebietes gerechnet werden. In seltenen Fällen können Blöcke bis in den Rotegrabe gelangen. Nebst den Sturzgefahren ist auch die Gefahr von Murgängen vorhanden. Kleinere bis mittlere Murgänge aus den Schuttablagerungen oberhalb des Waldes können die Wanderwege tangieren.

Die vorhandene Gefahr erfordert bis auf weiteres die Aufrechterhaltung der Sperrung des Sanetschpassweges im Bereich des betroffenen Gebietes. Die Bevölkerung wird dringend ersucht, die Signalisationen zu beachten und sich unter keinen Umständen in das gefährdete Gebiet zu begeben. Angesichts der unberechenbaren Situation besteht Lebensgefahr.

Die Gefahrensituation wird im Frühling nach der Schneeschmelze erneut beurteilt. Erst zu diesem Zeitpunkt wird abgeschätzt werden können, ob man die Massnahmen aufrecht erhalten muss.

Der Gemeinderat