Find your further

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16.03.2021 | Partnerschaften · Skitouren

"Find your further" – wie Wille und Leidenschaft Grenzen überwinden können

«Find your further» – eigene Grenzen finden und überwinden. Flavia Frautschi muss nach einem schlimmen Unfall viele Hürden meistern. Der Destinationspartner Helly Hansen hat die Geschichte von Flavia für ihre «Find you further» Kampagne aufgenommen. Diese Biografie hat uns inspiriert, denn die Leidenschaft zum Sport und ihr unbändiger Wille haben sie buchstäblich zurück auf die Beine und in die Bergwelt gebracht.

 

 

Im Juni 2017 verändert sich das Leben der jungen Saanenländerin in einem kurzen Moment schlagartig. Bei einem Hike&Fly mit dem Gleitschirm stürzt Flavia ab und erleidet dabei schwere Verletzungen. Das Rückenmark wird durch einen Wirbelbruch beschädigt und die Ärzte geben ihr wenig Hoffnung, je wieder selbständig gehen zu können. Diese gesteckte Grenze scheint unüberwindbar, ganz weit weg entfernt von der eigenen Komfortzone. Doch Schritt für Schritt, mit viel Geduld, Wille und vielleicht ein wenig Glück überwindet Flavia ihr Limit.

Bereits vor dem Unfall schöpft sie ihre Kraft aus der Natur. Schon als Kind verbringt sie jede freie Minute draussen, will Skirennfahrerin werden. Dieser Traum geht leider nicht in Erfüllung, doch Flavia sucht sich die Herausforderung andernorts. Sie wird Skilehrerin, beginnt mit Formationsfahren, Freeriding und unternimmt unzählige Skitouren. Das Freiheitsgefühl bei den Abfahrten beflügelt sie, ihre grosse Leidenschaft ist längst gefunden. Mit dem Bergsteigen kommt eine weitere Sportart hinzu, Flavias Platz im Leben ist fest verankert. Doch der Absturz erschüttert ihre ganze Welt.

Sechs Monate verbringt der Naturmensch im Paraplegiker Zentrum in Nottwil. Das Zimmer tapeziert sie mit Bergfotos, die Liebe für die Bergwelt trägt sie im Herzen. Sie macht langsam Fortschritte, kann wieder stehen und an Krücken gehen. Kurz vor dem Reha-Austritt wagt sie an einem freien Wochenende in der Heimat erste Versuche auf den Ski. Eine erste Hürde ist überwunden. Flavia ist dankbar, aber auch traurig. Pistenfahrten, die ihr vorher mühelos in Carving-Schwüngen gelangen, kann sie nur mit hohem Kraftaufwand im Stemmbogen bewältigen. Doch ihre Passion treibt sie weiter an. Sie sucht sich immer weitere «Furthers», im ersten Winter auf den Pisten, mit immer steileren Abfahrten. In der zweiten Saison geht es ihr dank Physiotherapie und Sport schon viel besser, sie findet Stück für Stück ihr Vertrauen und das Körpergefühl zurück, kann Skitouren unternehmen. Mit viel Ausdauer und Repetition bewegt sich Flavia wieder in der geliebten, freien Natur. Knapp vier Jahre nach dem Unfall sieht man der leidenschaftlichen Sportlerin auf den Ski und während Skitouren überhaupt nichts mehr von ihrer Verletzung an, auch längere Touren sind wieder möglich. Ihre Empfehlung für eine Frühlings-Skitour? «Definitiv vom Glacier 3000 über den Arpelistock zur Geltenhütte. Am liebsten übernachte ich gleich dort bei den zwei super Hüttenwartinnen. Denn die Hütte ist ein idealer Ausgangspunkt für eine weitere Tour am nächsten Tag.»

Während dieses ganzen Prozesses muss Flavia aber auch lernen, auf ihren Körper zu hören und zwischendurch eine Grenze zu akzeptieren. Ihre grösste Ressource bleibt die Passion für die Bergwelt. Wenn sie ein gestecktes «Further» erreicht, fühlt sich Flavia lebendig. Als würde sie aus dem Leben wie aus einem vollen Fass schöpfen. Ziele motivieren sie enorm, lassen ihre inneren Kräfte frei. Ein Ziel begleitet Flavia immer: das Leben mit Liebe und Freude füllen und sich nicht durch den Unfall definieren lassen.

Mehr Infos zu Flavias Frühlings-Skitour hier.