Ein Märchenschloss aus Schnee und Eis

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20.12.2019 | Winter · Lifestyle

Iglu-Dorf: Ein Märchenschloss aus Schnee und Eis

Mitten im Gstaader Winterwunderland treffen wir auf das Iglu-Dorf, ein verstecktes Märchenschloss aus Schnee und Eis. Es wird langsam dunkel und mit jeder Minute kommen die tausend funkelnden Sterne mehr zum Vorschein. Dazu Schnee, der mitten in der Nacht lautlos auf die weiss-bedeckte Bergwelt fällt. Das ist wohl einer von diesen Momenten, der unsere Herzen immer wieder aufs Neue mit wunderbaren Geschichten füllt.

Und wo lassen sich diese Geschichten besser schreiben als im Iglu-Dorf Gstaad? Umgeben von einem Sternenhimmel und einem heissen „Schoggichueche“ am Kaminfeuer in der finnischen Kota? Oder man geniesst einen Sauna-Abend und stapft mit nackten Füssen durch den Schnee in den geheizten Jacuzzi. Und den angesammelten Vor-Weihnachtsstress der letzten Wochen kann man dabei sogar direkt mit abbauen.

Doch was benötigt es eigentlich alles, um ein 400 Quadratmeter grosses Dorf mit 25 Iglus, einem Wellnessbereich und einem Restaurant zu bauen? Man nehme ungefähr 1‘500 Tonnen Schnee, zehnfache Muskelkraft, 75-100 Mal bunt aufgeblasene Ballone und vor allem drei sehr begabte Schnee- und Eisbildhauer. Ausserdem braucht es viel Geduld, denn ein solcher Aufbau dauert zwischen 1‘500-2‘000 Stunden und das auch nur, wenn die Natur mitspielt.

Jedes Jahr gibt es im Iglu-Dorf neue Skulpturen  aus Schnee zu bewundern. Diesmal stehen diese ganz im Zeichen der modernen Zeit. Doch damit ist nicht etwa der bekannte Spielfilm von Charlie Chaplin gemeint, sondern eher die abstrakten Formen, die sich in den diesjährigen Iglus wiederfinden. Diese werden mit Schaufeln, Spachteln und Motorsägen gebaut und für den Betrachter gilt es aufzupassen, dass er sich davon nicht zu sehr in den Bann ziehen lässt.

Besonders aufregend ist es, alles Mal wieder ohne ein grosses Drumherum zu erleben und die Schönheit auf sich wirken zu lassen. Denn sobald die Ski-Gäste den Berg verlassen haben, kehrt eine ganz besondere Stille ein. Nach einem gemeinsamen Käsefondue-Genuss geht’s mit einem erfahrenen Guide auf eine romantische Schneeschuhwanderung, wo die tausend funkelnden Sterne nun ganz sicher auch das letzte Herz berühren. Und für diejenigen, die sich vor Ort erstmal ein Bild vom Iglu-Dorf machen möchten, können sich gerne täglich von den hilfsbereiten Mitarbeitern herumführen lassen.

Und diesen Winter können noch viele wunderbare Geschichten geschrieben werden, denn das Iglu-Dorf hat bis Anfang April 2020 geöffnet. Also lasst den Schnee aufwirbeln und mit dem Wind um die Wette jodeln, während sich eure Wangen röten und ihr einfach das pure Glück spürt.

Wie entsteht ein Iglu-Dorf?

  • Im Sommer wird die Fläche abgesteckt und der Plan für den Aufbau festgelegt. Anfang Dezember werden 1‘500 Tonnen Schnee freigeräumt.
  • Die unterschiedlich geformten Ballone aus verschweissten Lastwagenplanen werden aufgepumpt, gruppiert und mit Eisenstangen fixiert, damit sie später unter den tonnenschweren Schneemassen nicht verrutschen.
  • Mittels Schneeschleudern und Muskelkraft werden die Ballone mit einer bis zu drei Meter dicken Schneeschicht bedeckt – nach einer Nacht ist diese gefestigt.
  • Am nächsten Morgen wird die Luft aus den Ballonen abgelassen. Ein Gangsystem verbindet die nun fertiggestellten Iglus. Sobald die Inneneinrichtung steht, können die Gäste kommen.

Öffnungszeiten
25. Dezember 2019 bis 04. April 2020
Ab 02. Januar 2020 jeden Donnerstag Fondueplausch mit Fackelabfahrt