Musizieren mit Freunden

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2016 ist für Gstaad und seine Musikkultur ein besonderes Jahr: Wir feiern 60 Jahre Gstaad Menuhin Festival – und gleichzeitig den 100. Geburtstag des grossen Geigers und Humanisten Yehudi Menuhin. Rolf P. Steiger, Arzt, ehemaliger Präsident des Festivals und Begründer des Menuhin Center Saanen, erinnert sich an seine vielen Begegnungen mit dem genialen Musiker.

Was führte den Weltreisenden Menuhin nach Gstaad?

Yehudi Menuhin kam 1954 zu uns nach Gstaad. Er suchte einen Ort, der ihm und seiner jungen Familie gut tat. Er wollte hier auch musizieren. Aber nicht so, wie er das seit seiner Kindheit getan hatte: mit grossem Orchester und vor grossem Publikum, sondern eher im Freundeskreis. Das war die Idee: musizieren mit Freunden. Und er hatte viele Freunde! Er war mit den besten Dirigenten seiner Zeit aufgetreten, er kannte die Crème de la Crème der Solisten.

Gstaad und Menuhin, war das Liebe auf den ersten Blick?

Sicher, es war damals unter Musikern bekannt, dass unsere Mauritiuskirche in Saanen eine hervorragende Akustik besitzt. Und Menuhin kannte und schätzte die Schweiz. Gstaad bot zudem gute Schulen für seine Kinder. Und dann war da noch unser umtriebiger Kurdirektor Paul Valentin, der das Potenzial von Menuhins Präsenz erkannte.

So kam es am 4. und 6. August 1957 zu den ersten öffentlichen Menuhin-Konzerten. «Einzigartige musikalische Delikatessen», schrieb die Presse. Es war ein grosses Geschenk, das uns Menuhin da machte – und die Geburtsstunde unserer unvergleichlichen Musikkultur.

Bühnenbild am Gstaad Menuhin Festival & Academy
Bühnenbild am Gstaad Menuhin Festival & Academy

1916 in New York geboren, gab Yehudi Menuhin mit
9 Jahren sein erstes Solokonzert. Mit 12 wurde er zum Weltstar. Er fand seine Heimat in der Region Gstaad und wurde von der Gemeinde Saanen zum Ehrenbürger ernannt. Lord Menuhin starb 1999 in Berlin.


Wie haben Sie Lord Menuhin erlebt?

Er war ein Weltstar, aber ganz ohne Allüren. Er war ganz seiner Musik verpflichtet, und darauf konzentrierte er seine Energie. Kein Mensch für Small Talk und fröhliche Tischrunden. Er hatte eine genaue Vorstellung von dem Festival: Es sollte etwas Intimes und Intensives sein, eher der Streichmusik verpflichtet. Er spürte, dass hier oben in der Alpenwelt, abseits vom Alltag, etwas ganz Besonderes zu erleben war. Und die Musikerfreunde und Gäste, die er einlud, spürten das wohl auch.

Er konnte uns aber immer mal wieder überraschen: Als er 1971 den indischen Sitar-Spieler Ravi Shankar einlud und mit ihm in der Mauritiuskirche musizierte, war alles voller Räucherstäbchen und der Altarraum mit Teppichen ausgelegt. Das war für die Gstaader schon etwas gewöhnungsbedürftig.


Das Gstaad Menuhin Festival & Academy mit seinen rund 60 Konzerten geniesst Weltruhm. Das Jubiläumsjahr anlässlich der 60. Ausgabe und des
100. Geburtstags des Gründers Lord Yehudi Menuhin steht unter dem Motto «Musique et Famille», denn das Festival war von Anfang an eine Familiengeschichte.


Und Menuhins Nachruhm, was bleibt?

Menuhin war eigentlich weit mehr als ein Musiker: Er war Philosoph, er war Humanist, er war Weltbürger, ja sogar Yogi. Er regte an, er inspirierte, er war an so vielem interessiert und pflegte so viele Kontakte. Dabei ging es ihm nie um seine Person, es ging ihm um das, was Musik bewirken kann. Deshalb konnte sich das Festival in den folgenden Jahren auch so entwickeln: 1987 ist unser «Musiksommer» entstanden, später dann die Academy, die den musikalischen Nachwuchs fördert. Sein Geist prägt das Festival noch heute, auch wenn es mittlerweile gross und vielfältig geworden ist.


Gstaad steht für alpine Echtheit, lebendige Traditionen und tief verwurzelte Gastlichkeit in allen Bereichen.

Oder wussten Sie, dass es allein im Saanenland fast genauso viele Kühe wie Einwohner gibt? Auf unseren Bergen finden Sie 80 bewirtschaftete Alpbetriebe. Zehn charmante Chaletdörfer bilden die Destination.

Mit diesem Magazin möchten wir Ihnen diese zahlreichen Möglichkeiten näherbringen sowie einige Geheimtipps verraten. Folgen Sie einer genussvollen Erlebnistour durch Gstaad und lassen Sie sich inspirieren.

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Gstaad

Neben Gstaad umfasst die Region weitere 9 Chaletdörfer, die auf 1'000 bis 1'400 Meter gelegen sind. Die Marke Gstaad steht heute weltweit für schicken Charme und diskreten Luxus mit Understatement. Aber trotz Stil und Klasse: Gstaad ist echt alpin und bodenständig geblieben. Man ist stolz auf seine Tradition und lebt sie.

Mehr als 1000 Veranstaltungen stehen Gästen jährlich zur Verfügung, darunter Top Events von Weltformat. Dazu finden Besucher eine Spitzen-Hotellerie, ausgezeichnete Shoppingmöglichkeiten entlang der autofreien Flanierpromenade und einen eigenen Flugplatz in Saanen.

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