Der Suufsunntig

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Der Suufsunntig und andere kulinarische Kuriositäten

Was wird am Suufsunntig eigentlich getrunken? Warum ist der Gstaader Hobelkäse weltbekannt? Was steckt im Saanensenf drin? Wie entsteht Trockenfleisch? Und was ist eigentlich eine Käse-Grotte? Die Antworten gibt’s jetzt.

Man lernt eine Region kaum besser kennen als über die Essgewohnheiten der Einheimischen. Und die sind in Gstaad ganz schön erfinderisch. Alle Speisen bestechen durch frische Zutaten, traditionsreiche Rezepturen, alpine Aromen und echten Geschmack.

Der Suufsunntig ist ein traditionelles Alpfest.
Der Suufsunntig ist ein traditionelles Alpfest.

Der Suufsunntig

Immer im Juli und August feiern die Bauern im Saanenland ihr traditionelles Alpfest, den sogenannten "Suufsunntig". Wer hierbei allerdings an übermässigen Alkoholkonsum denkt, liegt falsch. Traditionell wird nämlich zunächst einmal der sogenannte "Schlugg" genossen, ein Vorprodukt des Käses, von der Konsistenz dem Joghurt ähnlich. Doch ein Gläschen Wein steht selbstverständlich auch parat. Bereits ab elf Uhr geht es los mit Festwirtschaft, Jodeln und Bergpredigt. Krönender Höhepunkt am Nachmittag ist die Wahl der festlich geschmückten Meisterkuh. Ihr stolzer Besitzer gibt allen eine Runde Weisswein aus. Gefeiert wird bei Musik und Tanz bis spät in die Nacht.

Gstaader Alp- und Hobelkäse

Der Gstaader Alp- und Hobelkäse wird ausschliesslich in Handarbeit hergestellt. Seine Produktion unterliegt strengen Vorgaben, die von der Fütterung der Kühe bis hin zur Lagerung der Käselaibe reichen. Kupferkessel und Holzfeuer sind Pflicht. Nach einer Reifezeit von 6 bis 18 Monaten – bei der er in den ersten 6 Monaten täglich mit Salzwasser abgerieben wird – ist der Alpkäse konsumfertig. Zum Hobelkäse weiterverarbeitet werden nur Alpkäse der höchsten Qualitätsklasse. Hierzu werden sie gewaschen, geölt und eingelagert. Nach zwei bis drei Jahren hat das "Gold der Alpen" dann seine optimale Reife erlangt.

Special Location: Käse-Grotte der Molkerei Gstaad

Im ehemaligen Wasserreservoir der Gemeinde ist dem Käse ein Denkmal gesetzt worden. Mehr als 3'000 Käselaibe – darunter einige historische Raritäten – hat die Molkerei Gstaad in ihrer Käse-Grotte exponiert und beleuchtet. Besucher steigen über eine Holztreppe 25 Meter tief unter die Erde und erfahren hier alles Wissenswerte über den Saaner Hobelkäse AOC und seine Herkunft.

Eine echte regionale Spezialität ist das Trockenfleisch des Simmentaler Fleckviehs.
Eine echte regionale Spezialität ist das Trockenfleisch des Simmentaler Fleckviehs.

Trockenfleisch vom Simmentaler Rind

Im Saanenland und Simmental halten die Landwirte überwiegend die Rasse des Simmentaler Fleckviehs. Eine echte regionale Spezialität ist sein Trockenfleisch. Hierbei werden rohe Fleischstücke in einem Gemisch aus Salz, Kräutern und Gewürzen gelagert und anschliessend luftig zum Trocknen aufgehängt. Grosse Teile können bis eineinhalb Jahre trocknen. Tipp: Das würzige Simmentaler Trockenfleisch pur oder mit etwas Saanensenf probieren.

Saanensenf

Traditionell wird Senf aus Senfkörnern und Traubenmost zubereitet. Nicht so hier im Saanenland, wo die Hauptzutat Kirschenmus ist. Der Saanensenf wird in einem Schälchen zu Schinken und Wurstwaren serviert. Jede Familie hat ihr eigenes, wohl gehütetes Geheimrezept.

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Gstaad

Neben Gstaad umfasst die Region weitere 9 Chaletdörfer, die auf 1'000 bis 1'400 Meter gelegen sind. Die Marke Gstaad steht heute weltweit für schicken Charme und diskreten Luxus mit Understatement. Aber trotz Stil und Klasse: Gstaad ist echt alpin und bodenständig geblieben. Man ist stolz auf seine Tradition und lebt sie.

Mehr als 1000 Veranstaltungen stehen Gästen jährlich zur Verfügung, darunter Top Events von Weltformat. Dazu finden Besucher eine Spitzen-Hotellerie, ausgezeichnete Shoppingmöglichkeiten entlang der autofreien Flanierpromenade und einen eigenen Flugplatz in Saanen.

Kontakt

Gstaad Saanenland Tourismus
Promenade 41
CH - 3780 Gstaad
Tel +41 33 748 81 81
Fax +41 33 748 81 83
info@gstaad.ch

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