Der Funi

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Der Funi – die erste Seilbahn der Schweiz

Der Name "Funi" kommt vom französischen "funiculaire" und bezeichnet eine Standseilbahn. Der Lauener Arnold Annen hatte die Idee, Gäste auf den Berg zu transportieren, die bis dato nur mittels Pferdeschlitten hinaufgezogen werden konnten. Er baute 1934 die erste Seilbahn der Schweiz auf die Wispile, den "Funi".

In einer Reportage von 1937 bezeichnet die "Schweizer Illustrierte" den Funi als den "Beglücker der Aufstiegsscheuen" und "neuen Eroberer der Skihänge". Und vermeldet weiter: "Aus der Bequemlichkeit der Menschen lässt sich immer ein Geschäft machen. (...) Wir zweifeln auch nicht daran, dass ihre Schlittenseilbahn die Skigebiete der Schweiz erobern wird." 

Als talentierter "Tüftler" erstellte Arnold Annen mittels holzigen Fadenspuhlen ein erstes Konstruktions-Modell der Funis.
Als talentierter "Tüftler" erstellte Arnold Annen mittels holzigen Fadenspuhlen ein erstes Konstruktions-Modell der Funis.

Arnold Annen, Erfinder der Funis

Der Lauener Arnold Annen war Vieles: Landwirt, Handelsmann und Zimmereibesitzer. Aber berühmt wurde er als kreativer Tüftler und Visionär. Er baute 1934 als Erster in der Schweiz eine Funibahn mit zwei pendelnden Schlitten – analog der Standseilbahnen  hoch zur Wispile. Im Gstaader Hotelier Oswald von Siebenthal fand er einen einflussreichen Geschäftspartner.

1180 Meter lang, 320 Meter Höhendifferenz
1180 Meter lang, 320 Meter Höhendifferenz

1180 Meter lang, 320 Meter Höhendifferenz, 12 Passagiere

Was für ein Spass: Die zwei lenkbaren Schlitten "Röseli" und "Leni" konnten neben dem Führer je 12 Personen aufnehmen, die dann bequem und blendend gelaunt gut einen Kilometer den Berg hinauf gezogen wurden – bei immerhin 320 Metern Höhendifferenz. Insgesamt war das eine Förderleistung von 85 Personen pro Stunde bei einer Geschwindigkeit von max. 2.5 m/Sek. Heute befördert die Vierer-Gondelbahn Bodme-Wispile 750 Gäste in der Stunde bei einer Länge von 1135 Metern. Der nur 264 Meter lange Tellerlift Wispile-Stand bringt 425 Skifahrer die Stunde nach ganz oben.

Innovativ und kostengünstig

Da sich die Schlitten ihre Spur im Schnee selbst machten, konnte man auf den Bau eines kostspieligen, festen Trassees verzichten. Das Drahtseil liess man auf der Strecke einfach im Schnee gleiten. Einzig bei stärkeren Gefällsbrüchen wurden Tragrollen nötig. Das Funi war solch ein Erfolg, dass 1938 ein weiteres am Eggli in Betrieb genommen werden konnte

Der Funi als Eroberer der Skihänge.
Der Funi als Eroberer der Skihänge.

Eroberung der Berge im Sommer

Da die Funis naturgemäss nur im Winter eingesetzt werden konnten, baute man bald weg vom Boden und hoch in die Luft. Gstaad glaubte an die touristische Zukunft der Region und baute im August 1945 die erste Sesselbahn der Schweiz auf den Wasserngrat. Der "Telesiège" beförderte erstmalig auch im Sommer Gäste. 1954 folgte die erste Gondelbahn des Saanenlandes am Eggli.

1986 stellte der letzte Funi am Hornberg den Betrieb ein.
1986 stellte der letzte Funi am Hornberg den Betrieb ein.

Vom Funi zur Gondelbahn

1944 wird der Funi an der Wispile durch den Skilift Rütti ersetzt. 1963/64 entsteht eine Gondelbahn bis auf die Höhe Wispile. Den Erfinder der Funis hätte dies sicher gefreut. 1986 stellte schliesslich der letzte Funi am Hornberg den Betrieb ein. Zwei Exemplare der Funis kann man noch heute vor dem Berghotel Hornberg und dem Spielplatz Saanenmöser bewundern.

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Neben Gstaad umfasst die Region weitere 9 Chaletdörfer, die auf 1'000 bis 1'400 Meter gelegen sind. Die Marke Gstaad steht heute weltweit für schicken Charme und diskreten Luxus mit Understatement. Aber trotz Stil und Klasse: Gstaad ist echt alpin und bodenständig geblieben. Man ist stolz auf seine Tradition und lebt sie.

Mehr als 1000 Veranstaltungen stehen Gästen jährlich zur Verfügung, darunter Top Events von Weltformat. Dazu finden Besucher eine Spitzen-Hotellerie, ausgezeichnete Shoppingmöglichkeiten entlang der autofreien Flanierpromenade und einen eigenen Flugplatz in Saanen.

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