Ganz familiär, ganz international

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Drei Generationen - eine Philosophie

Sie gedeiht seit nun 70 Jahren, die «Alpenrose» in Schönried. Sie ist ein typischer kleiner, feiner Hotelbetrieb, fest in Familienhänden, wie so oft im Saanenland. Seit 1947 nämlich gehört das Bijou der Familie von Siebenthal, nunmehr in der dritten Generation. Und die vierte steht bereit. Es haben sich versammelt: Grossmutter Monika von Siebenthal, seit 2007 inoffiziell pensioniert, Carole und Michel, die aktuellen Besitzer. Und Chantal – eine von drei motivierten Kindern, die alle auch in der Gastronomie tätig sind.

Ob sie sich denn eine Zukunft in der «Alpenrose» vorstellen könne, wollen wir von Chantal grad zu Beginn wissen. «Meine Schwestern und ich denken sicher darüber nach, obwohl wir noch relativ jung sind», erklärt die selbstbewusste junge Frau, die mit coolen Turnschuhen und Tattoo im Service und in der Küche steht. «Wir haben auf alle Fälle Spass zusammen und lernen viel von unseren Eltern, die ja zugleich unsere Chefs sind.» Noch sind die Würfel nicht gefallen. Müssen sie auch nicht, denn vorerst sind Carole und Michel von Siebenthal-Buck noch hauptverantwortlich. «Unsere Töchter sollen sich Zeit lassen können mit diesem Entscheid. Und vor allem sollen sie jetzt mal noch ihre Lehr- und Wanderjahre geniessen», meint die Mutter. Und Grossmutter Monika, die 2007 o» ziell in den (Un-)Ruhestand getreten ist, doppelt nach: «Macht stets nur, was euer Herz sagt.»

Bahnbrechende Cuisine

Sie weiss, wovon sie spricht. Hatte sie doch mit ihrem Mann Fredy 1961 das Haus von ihren Schwiegereltern übernommen. Drei Zimmer nur hatte es damals, ein Bad auf der Etage und ein leckes Dach. Viel haben die zwei gearbeitet, x-fach haben sie in den Zwischensaisons umgebaut, am Haus, in den Stuben, im Keller. Fredy, der die Lehre beim legendären Fredy Girardet in Crissier absolviert hatte, machte mit Monika (sie stammt ebenfalls aus einer Gastronomenfamilie aus Zweisimmen) die Spitzenküche im Saanenland populär. Bald schon stand das Haus in Schönried damals auch für Nouvelle Cuisine, als eines der ersten in der Schweiz überhaupt. 1983 dann das grosse Unglück – mitten in der Wintersaison verstirbt Fredy an Herzversagen, noch nicht einmal 50-jährig. Monika und ihre fünf Kinder beschliessen, dass es weitergehen müsse mit der «Alpenrose». Fünf Jahre gaben sie sich Zeit, alle sollten die Chance haben, auszuprobieren, ob sie ihre Zukunft im Betrieb sähen. Im Winter 1988/1989 dann entschliessen sich die heutigen Besitzer – Sohn Michel und seine Frau Carole, die er während der Kochlehre im berühmten Real in Vaduz kennengelernt hatte – blutjung zum grossen Schritt.

Der mutige Umbau

Und zu noch weit mehr: In sechs Monaten nur wurde im Sommer 1989 die «Alpenrose» um 18 Zimmer und 10 Unterkünfte für Mitarbeitende erweitert – so wie man sie heute kennt und liebt. Gleichzeitig lief der Betrieb in «Sammys Bar» mit Livemusik weiter. Alle halfen mit, die Unternehmer waren Tag und Nacht vor Ort. Arbeitend und feiernd ... «Wir sind immer Handwerker geblieben. Man muss zum Haus – dem wichtigsten Teil des Familienbetriebs überhaupt – Sorge tragen», ist Grossmutter Monika überzeugt. Ob es denn nie Reibereien gegeben habe zwischen Sohn und Mutter, zwischen Schwiegermutter und -tochter? «Klar hatten wir bisweilen heftige Diskussionen. Aber wir halten zusammen und ziehen am gleichen Strick», bilanziert Michel, der einzige Mann im Bund. Dem ist auch heute noch so. Grossmutter Monika kommt – «mit Hochgenuss» – auf Besuch, wenn man sie ruft, und pflegt den Austausch mit den Stammgästen. Alle haben sie ihren logischen Platz gefunden, in ihrer «Alpenrose». Chantal, Yasmin und Antina – momentan in Mexiko und Schweden auf Wanderjahr – mischen aktuell die Bar selbstständig mit neuen Live-Interpreten auf. Das Konzept zieht, neue Gäste finden den Weg ins Boutique-Hotel. Ob schon bald ihnen, den Jungen, die Bühne gehört? Die Zeichen stehen gut. «Die unvoreingenommenen Ideen der Kinder helfen uns, den Puls der Zeit zu spüren. Durch die überschaubare Grösse sind wir sehr beweglich und nahe am Gast. Das ist zwar intensiv, aber auch sehr bereichernd. Und so entsteht genau diese familiäre Ambiance, die nicht nur von uns, sondern auch von den Gästen, die oft als Familien bei uns weilen, geprägt wird», ist Mutter Carole überzeugt.

Boutique-Hotel Alpenrose Schönried, www.hotelalpenrose.ch


Das ist Musik

Über 20 Jahre schon ist Christine Baumgartner dem schönen Klang im Saanenland verpflichtet. Sie, die tagsüber mit Händen aus Ton schönste Keramik formt, prüft mit einem Team von jeweils neun bis zwölf Kolleginnen die Tickets beim Gstaad Menuhin Festival in der Kirche Saanen, weist den Gästen die Plätze zu, organisiert das Überbringen der prächtigen Blumensträusse für die Stars und noch vieles mehr. Aus reiner Passion, mit totaler Begeisterung.

«Privat höre ich ausser Klassik auch viel Rock, Pop und Jazz. Und ich singe fürs Leben gern in einem kleinen Ensemble, mit dem wir auch in der Kirche Saanen auftreten. Dank dem Menuhin Festival habe ich ein viel breiteres Bild der klassischen Musik erhalten. Dieser Anlass, der mir unterdessen so richtig ans Herz gewachsen ist, bringt Spitzenmusiker zu uns ins Saanenland. Und schon manch einheimisches Talent – zum Beispiel Reto Reichenbach aus Turbach – hat sicher auch deswegen den Zugang zum harten Weg aufs internationale Parkett geschafft. Gratis Stars wie Sol Gabetta, András Schiff oder Maurice Steger zu lauschen – was gibt es Wohltuenderes als Belohnung für uns Helferinnen?»


Tag und Nacht für Tennis unterwegs

Die Liste grosser Namen ist lang: Roy Emerson, Stefan Edberg, Boris Becker, Roger Federer … Sie alle und viele mehr haben sie genossen, als sie um den Sieg beim internationalen Tennisturnier von Gstaad kämpfen –die unvergleichliche Bergkulisse und die eine Spur dünnere, dafür bessere Luft in Gstaad. 1915 ins Leben gerufen, wurden die ersten Anlässe auf den Sandplätzen neben dem Gstaad Palace ausgetragen. Heute spielt die internationale Elite mitten im Dorf.

«Ich stamme aus einer angefressenen Tennisfamilie. Meine Mutter arbeitet im Players Service, mein Vater war lange Chef der Balljungen. Klar, dass ich unbedingt auch dazugehören wollte. Heute ist mein Einsatz am Turnier eine willkommene Abwechslung zum Unterrichten auf dem Platz und zum Studium. Ich komme hinter den Kulissen mit vielen Spielern in Kontakt, woraus sich schöne Bekanntscha en ergeben haben. Last but not least habe ich vor vier Jahren meine Freundin hier kennengelernt. Wenn man diesen Virus in sich trägt, verfolgt er einen rund um die Uhr. So habe ich schon einige Nachtschichten eingelegt – zum Beispiel für Dustin Brown, der unbedingt Ersatz-Rackets brauchte. Das ist Ehrensache. Die Krönung ist natürlich, wenn ich die Cracks einspielen oder als Sparringpartner fürs Training bereitstehen darf.»


Fascht e Familie!

Beachvolleyball ist sexy, schnell, jung – und traditionsreicher, als man glauben könnte. Zum 18. Mal schon smashen und hechten auch im Saanenland Männer- wie Frauen-Teams um die fliegenden Bälle – jeweils Anfang Juli ist die heisse Phase. Seit 2015 gehört das Turnier zu den Swatch Beach Volleyball Major Series – notabene als einem von fünf auserwählten Standorten weltweit. Denn was ist spektakulärer, als sich an einem so prestigeträchtigen Ort wie Gstaad im Sand zu wälzen?

«Begonnen hat alles als Zuschauerin in Gstaad. Irgendwann wollte ich hinter die Kulissen schauen. Und so bewarb ich mich als Helferin. Unterdessen gehöre ich fix zur Beachvolley-Familie. Wir haben in dieser Woche, wo das Turnier stattfindet, eine echt coole Zeit zusammen und sind ein witzig zusammengewürfeltes Team von Einheimischen und Helfern aus der weiteren Umgebung. Besonders prickelnd wird’s natürlich, wenn unsere Schweizer Teams auftrumpfen. Eine gesunde Bräune – gutes Wetter vorausgesetzt – ist auch inbegriffen. Und natürlich jedes Jahr eine neue Swatch-Uhr als Andenken. Etliche besitze ich immer noch, andere habe ich weiterverschenkt.»

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Gstaad

Neben Gstaad umfasst die Region weitere 9 Chaletdörfer, die auf 1'000 bis 1'400 Meter gelegen sind. Die Marke Gstaad steht heute weltweit für schicken Charme und diskreten Luxus mit Understatement. Aber trotz Stil und Klasse: Gstaad ist echt alpin und bodenständig geblieben. Man ist stolz auf seine Tradition und lebt sie.

Mehr als 1000 Veranstaltungen stehen Gästen jährlich zur Verfügung, darunter Top Events von Weltformat. Dazu finden Besucher eine Spitzen-Hotellerie, ausgezeichnete Shoppingmöglichkeiten entlang der autofreien Flanierpromenade und einen eigenen Flugplatz in Saanen.

Kontakt

Gstaad Saanenland Tourismus
Promenade 41
CH - 3780 Gstaad
Tel +41 33 748 81 81
Fax +41 33 748 81 83
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