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Scherenschnitt (lange Version)
Text in PDF (96 KB)
Quelle: Gstaad Saanenland Tourismus
Version Sommer 2012
Ein Ausschnitt aus der Kultur des Saanenlands
Scherenschnitte erfreuen sich grosser Beliebtheit. Ob Bauernhaus oder Luxus-Chalet - in der Ferienregion Gstaad gibt es wohl kaum ein Haus, in dem keines dieser filigranen Kunstwerke zu finden ist. Auch die Zahl der Künstler steigt. Eine von diesen Meistern mit der Schere ist Beatrice Straubhaar aus Lauenen.
„Oft werden die Scherenschnitte als Dokumente einer „heilen Welt“ belächelt“, stellt sie fest. Sie sieht in diesen feinen Arbeiten jedoch faszinierendes Kunsthandwerk und eine alte, wunderschöne Volkskunst, die sie aufrechterhalten möchte. Nicht umsonst habe sie ihr liebstes Hobby 1988 zum Beruf gemacht. Zu ihren bevorzugten Motiven gehören traditionelle Alpaufzüge, das Alpleben, Sport-, Alltags- und Festtagsszenen, Kinder, Jagdmotive oder die Jahreszeiten.
Eine Hochburg des Scherenschnitts
Das Saanenland und das angrenzende Pays-d’Enhaut gelten als Hochburg der Schweizer Scherenschnitt-Kunst. Der Brauch, geschnittenes Papier zu bildnerischen oder dekorativen Zwecken zu verwenden, stammt aus dem Orient und wurde in Mitteleuropa nach 1600 bekannt. Man begeisterte sich damals für das Schattenspieltheater aus Persien und der Türkei und übernahm die Technik, Figuren und Szenerien aus Papier herauszuarbeiten. Daraus entwickelte sich eine Liebhaberkunst, die zunächst nur in gesellschaftlich anspruchsvollen Kreisen der Städte Anklang fand. Mit Hilfe von Falt- und Dekorschnitten bezeugte man sich in familiärer Atmosphäre Zuneigung und Freundschaft. Wichtig wurden im 18. Jahrhundert die Schattenrisse aus schwarzem Papier.
Erstaunliche Kreationen
Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich in der Schweiz ein eigener, wenn auch regional unterschiedlicher Scherenschnittstil entwickelt. Besonders geprägt wurde dieser Stil durch Johann Jakob Hauswirth, der 1809 in Saanen geboren wurde und 1871 in der Nähe von L’Etivaz starb. Einige bedeutende Werke sind im Museum der Landschaft Saanen zu bewundern.
Viele Scherenschnitt-Künstler folgen heute ihren eigenen Vorstellungen und Phantasien. Erstaunliche Kreationen sind das Ergebnis. Der traditionelle Bauernscherenschnitt verliert dabei mehr und mehr an Bedeutung. Die Künstler wenden sich zeitaktuellen Themen oder auch der Märchenwelt zu. Immer besseres technisches Material hat den Scherenschnitt verfeinert.
Die meisten Scherenschnitte, die Beatrice Straubhaar verkauft, bestellen die Auftraggeber persönlich bei ihr in Lauenen. So seien schon viele interessante und zum Teil freundschaftliche Kontakte entstanden. „Zu wissen, wer einen Scherenschnitt kauft und wo er einmal einen Platz finden wird, ist für mich wertvoll und wichtig“, erläuterte Beatrice Straubhaar. Auf Wunsch arbeitet sie auch persönliche Details in die Bilder ein. Die Motive zeichnet sie auf der Rückseite des Bogens auf. „Wichtig ist dabei, dass diese teilweise spiegelverkehrt vorgezeichnet werden – das braucht schon eine gewisse Übung und vor allem grosse Konzentration“, berichtet Beatrice Straubhaar.
Spitze Schere und viel Geduld
Mit den spitz geschliffenen Scheren oder dem Skalpell ans Werk zu gehen, erfordert eine Menge Geduld. „Sehr wahrscheinlich ist diese Arbeit ein guter Ausgleich zu meinem temperamentvollen Wesen“, charakterisiert sich die Künstlerin selbst. „Wenn ich erst mal angefangen habe zu schneiden, vergesse ich um mich herum alles andere“, sagt sie und lacht. Und wenn ihr der Sinn nach etwas anderem als Kühen steht, dann darf es auch schon mal eine Kamelkarawane sein, die aus dem schwarzen Papier herauswächst.
Mit Chäller-Galerie erfüllt sich ein Lebenstraum
Ein wichtiger Punkt in ihrer bisherigen Karriere war 2005 die Eröffnung der Chäller-Galerie in Gstaad. Zusammen mit befreundeten Scherenschnitt-Künstlern erfüllte sich Beatrice Straubhaar im Untergeschoss des Heimatwerks (gegenüber dem Gourmet-Restaurant „Chesery“) einen ihrer Lebensträume. Von der Qualität ihrer Arbeit zeugen zahlreiche Plakate, Buchbeiträge und Kataloge. Sie war auch schon in diversen TV-Sendungen zu diesem Thema zu Gast. Ebenso kreierte sie das Bühnenbild zum Theater Geierwally. Einige ihrer Werke zieren das Wellness & Spa Hotel Ermitage, Schönried: In der Saanen-Stube finden sich sechs Scherenschnitte, einer diente sogar als Vorlage für einen Teppich im Restaurant Ermitage-Stube.
Werke auch in USA ausgestellt
Neben zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz waren ihre Werke auch schon in den USA zu bewundern. Weitere Infos gibt es auf www.scherischnitt.ch
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Kerstin Sonnekalb
Leiterin Public Relations
Gstaad Saanenland Tourismus
Promenade 41 CH-3780 Gstaad
Tel. +41 33 748 81 20
Fax +41 33 748 81 83
k.sonnekalb@gstaad.ch www.gstaad.ch
Weitere Medientexte und Bilder der Ferienregion Gstaad: www.gstaad.ch, Rubrik Medien
Version Sommer 2012
Ein Ausschnitt aus der Kultur des Saanenlands
Scherenschnitte erfreuen sich grosser Beliebtheit. Ob Bauernhaus oder Luxus-Chalet - in der Ferienregion Gstaad gibt es wohl kaum ein Haus, in dem keines dieser filigranen Kunstwerke zu finden ist. Auch die Zahl der Künstler steigt. Eine von diesen Meistern mit der Schere ist Beatrice Straubhaar aus Lauenen.
„Oft werden die Scherenschnitte als Dokumente einer „heilen Welt“ belächelt“, stellt sie fest. Sie sieht in diesen feinen Arbeiten jedoch faszinierendes Kunsthandwerk und eine alte, wunderschöne Volkskunst, die sie aufrechterhalten möchte. Nicht umsonst habe sie ihr liebstes Hobby 1988 zum Beruf gemacht. Zu ihren bevorzugten Motiven gehören traditionelle Alpaufzüge, das Alpleben, Sport-, Alltags- und Festtagsszenen, Kinder, Jagdmotive oder die Jahreszeiten.
Eine Hochburg des Scherenschnitts
Das Saanenland und das angrenzende Pays-d’Enhaut gelten als Hochburg der Schweizer Scherenschnitt-Kunst. Der Brauch, geschnittenes Papier zu bildnerischen oder dekorativen Zwecken zu verwenden, stammt aus dem Orient und wurde in Mitteleuropa nach 1600 bekannt. Man begeisterte sich damals für das Schattenspieltheater aus Persien und der Türkei und übernahm die Technik, Figuren und Szenerien aus Papier herauszuarbeiten. Daraus entwickelte sich eine Liebhaberkunst, die zunächst nur in gesellschaftlich anspruchsvollen Kreisen der Städte Anklang fand. Mit Hilfe von Falt- und Dekorschnitten bezeugte man sich in familiärer Atmosphäre Zuneigung und Freundschaft. Wichtig wurden im 18. Jahrhundert die Schattenrisse aus schwarzem Papier.
Erstaunliche Kreationen
Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich in der Schweiz ein eigener, wenn auch regional unterschiedlicher Scherenschnittstil entwickelt. Besonders geprägt wurde dieser Stil durch Johann Jakob Hauswirth, der 1809 in Saanen geboren wurde und 1871 in der Nähe von L’Etivaz starb. Einige bedeutende Werke sind im Museum der Landschaft Saanen zu bewundern.
Viele Scherenschnitt-Künstler folgen heute ihren eigenen Vorstellungen und Phantasien. Erstaunliche Kreationen sind das Ergebnis. Der traditionelle Bauernscherenschnitt verliert dabei mehr und mehr an Bedeutung. Die Künstler wenden sich zeitaktuellen Themen oder auch der Märchenwelt zu. Immer besseres technisches Material hat den Scherenschnitt verfeinert.
Die meisten Scherenschnitte, die Beatrice Straubhaar verkauft, bestellen die Auftraggeber persönlich bei ihr in Lauenen. So seien schon viele interessante und zum Teil freundschaftliche Kontakte entstanden. „Zu wissen, wer einen Scherenschnitt kauft und wo er einmal einen Platz finden wird, ist für mich wertvoll und wichtig“, erläuterte Beatrice Straubhaar. Auf Wunsch arbeitet sie auch persönliche Details in die Bilder ein. Die Motive zeichnet sie auf der Rückseite des Bogens auf. „Wichtig ist dabei, dass diese teilweise spiegelverkehrt vorgezeichnet werden – das braucht schon eine gewisse Übung und vor allem grosse Konzentration“, berichtet Beatrice Straubhaar.
Spitze Schere und viel Geduld
Mit den spitz geschliffenen Scheren oder dem Skalpell ans Werk zu gehen, erfordert eine Menge Geduld. „Sehr wahrscheinlich ist diese Arbeit ein guter Ausgleich zu meinem temperamentvollen Wesen“, charakterisiert sich die Künstlerin selbst. „Wenn ich erst mal angefangen habe zu schneiden, vergesse ich um mich herum alles andere“, sagt sie und lacht. Und wenn ihr der Sinn nach etwas anderem als Kühen steht, dann darf es auch schon mal eine Kamelkarawane sein, die aus dem schwarzen Papier herauswächst.
Mit Chäller-Galerie erfüllt sich ein Lebenstraum
Ein wichtiger Punkt in ihrer bisherigen Karriere war 2005 die Eröffnung der Chäller-Galerie in Gstaad. Zusammen mit befreundeten Scherenschnitt-Künstlern erfüllte sich Beatrice Straubhaar im Untergeschoss des Heimatwerks (gegenüber dem Gourmet-Restaurant „Chesery“) einen ihrer Lebensträume. Von der Qualität ihrer Arbeit zeugen zahlreiche Plakate, Buchbeiträge und Kataloge. Sie war auch schon in diversen TV-Sendungen zu diesem Thema zu Gast. Ebenso kreierte sie das Bühnenbild zum Theater Geierwally. Einige ihrer Werke zieren das Wellness & Spa Hotel Ermitage, Schönried: In der Saanen-Stube finden sich sechs Scherenschnitte, einer diente sogar als Vorlage für einen Teppich im Restaurant Ermitage-Stube.
Werke auch in USA ausgestellt
Neben zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz waren ihre Werke auch schon in den USA zu bewundern. Weitere Infos gibt es auf www.scherischnitt.ch
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Kerstin Sonnekalb
Leiterin Public Relations
Gstaad Saanenland Tourismus
Promenade 41 CH-3780 Gstaad
Tel. +41 33 748 81 20
Fax +41 33 748 81 83
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