....
Zweites Standbein für die Landwirtschaft
Text in PDF (35 KB)
Quelle: Gstaad Saanenland Tourismus
Geänderte Raumordnung erlaubt Bauern Engagement im touristischen Sektor / Gässlihof in Feutersoey geht mit gutem Beispiel voran
Version Sommer 2012
Im Stall die Tiere füttern, frische Kuhmilch kosten und den Charme der authentischen Unterkunft geniessen – für viele, auch gut betuchte Gäste sind Ferien auf dem Bauernhof eine Alternative zum Hotel-Urlaub. Auch in der Ferienregion Gstaad, in der die Zahl der vermieteten Ferienwohnungen beständig sinkt und der Zweitwohnungsanteil schier unaufhaltsam wächst, hat eine gesetzliche Neuregelung Landwirten eine Nische geöffnet, sich im touristischen Sektor zu engagieren. Ein gutes Beispiel, wie ein bäuerlicher Betrieb auf dieses zweite Standbein setzt, ist der Gässlihof in Feutersoey. Die Landwirtsfamilie Sumi ist sich einig: Den Kontakt zu den Gästen möchten sie trotz einigem Mehraufwand nicht mehr missen.
Daniela und Walter Sumi blicken auf die dritte Sommersaison zurück. Im August 2006 haben sie das Abenteuer gewagt und die alte Scheune zu Gasträumen ausgebaut. Das Dachgeschoss und der einstige Heuboden fassen nun in vier Zimmern insgesamt 14 Betten. Drei Badezimmer stehen den Gästen zur Verfügung. Eine gemütliche Sitzecke mit TV-Gerät lädt zum Verweilen auf der Galerie ein. Gleich bei der funktionalen Küche stehen in der Gässlistube, dem Aufenthalts- und Frühstücksraum, rustikale Tische und Stühle bereit. Im alten Stall haben die Sumis einen Ski- und Veloraum eingerichtet und einen Teil der Heizanlage installiert. Wer es ganz einfach möchte, kann auch im Heulager im Stall übernachten. Ein deftiges Frühstück ist im Preis von CHF 52 (2-5 Nächte) bzw. 30 (im Heu) pro Person inbegriffen. „Wir waren bereit, dieses Risiko auf uns zu nehmen“, berichtet der Hausherr. Diese Entscheidung habe die Familie zu keiner Zeit bereut, auch wenn die Umbauphase „ein wenig streng“ gewesen sei und es einiger Anpassungen in den alltäglichen Arbeitsabläufen bedurfte.
Dass das Konzept aufgehen würde, davon war Walter Sumi von Anfang an überzeugt: „Es hat zu wenig Privatzimmer in der Region.“ Diese Aussage wird durch die Tatsache bestätigt, dass die Sumis in den Saisonzeiten viele Anfragen wegen Platzmangel nicht berücksichtigen können. Sie bedauern daher, dass sie Interessenten nur an wenige Kollegen weitervermitteln können, die ebenfalls auf die touristische Nische setzen.
Bezüglich ihrer Ausbau-Pläne haben die Sumis zunächst einige Bedenken zu hören bekommen. „Es war den Leuten hier zu wenig bewusst, dass es für ein solches Angebot auch im luxusverwöhnten Gstaad eine Nachfrage gibt“, betont Walter Sumi. Inzwischen sind die Skeptiker verstummt. Der Ferien-Betrieb auf dem Gässlihof läuft sehr gut. Die Gäste wissen zu schätzen, dass die Sumis bei der Umgestaltung der Räume grosse Sorgfalt und viel Liebe zum Detail walten liessen. Gerade ruhesuchende Stadtmenschen zeigen sich oft fasziniert von der herrlichen Landschaft und der Echtheit, an der die Sumis sie teilhaben lassen.
Walter Sumi kann seinen Landwirtskollegen nur empfehlen, von der gelockerten Gesetzeslage Gebrauch zu machen. Trotz der zusätzlichen Arbeitsbelastung sei es eine schöne und dankbare Herausforderung, Fremde auf dem Hof zu haben, Touristen zu betreuen, ihre vielfältigen Fragen zu beantworten und immer wieder die Abläufe im Betrieb zu erklären. „Dass man dies gerne macht, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg“, sagt er. Es sei wichtig, sich ständig um die Bedürfnisse der Touristen zu kümmern. Dies bedinge natürlich, sich im Tourismus etwas auszukennen. Dieser Aspekt dürfe nicht unterschätzt werden.
Neben dem Charme der rustikalen Unterkunft erleben die Gäste auf dem Gässlihof gute Stimmung, eine herzliche Aufnahme in familiärer Atmosphäre und einen Gastgeber, der sich gelegentlich auch mal gern auf ein Glas Wein zu den Besuchern setzt, aber ebenso einfühlsam das Bedürfnis nach Diskretion zu wahren weiss. Eine solche Gastlichkeit zu bieten, kann man nicht lernen – das muss man wohl im Blut haben. Dass die Familie mitzieht und hinter dem Konzept steht, erfüllt Walter Sumi mit besonderem Stolz. Sein Fazit nach dem zweiten Sommer ist eindeutig: „Mit einigem Herzblut läuft der Laden.“
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Kerstin Sonnekalb
Leiterin Public Relations
Gstaad Saanenland Tourismus
Promenade 41
CH-3780 Gstaad
Tel. +41 33 748 81 20
Fax +41 33 748 81 83
k.sonnekalb@gstaad.ch
www.gstaad.ch
Weitere Medientexte und Bilder der Ferienregion Gstaad: www.gstaad.ch, Rubrik Medien
Geänderte Raumordnung erlaubt Bauern Engagement im touristischen Sektor / Gässlihof in Feutersoey geht mit gutem Beispiel voran
Version Sommer 2012
Im Stall die Tiere füttern, frische Kuhmilch kosten und den Charme der authentischen Unterkunft geniessen – für viele, auch gut betuchte Gäste sind Ferien auf dem Bauernhof eine Alternative zum Hotel-Urlaub. Auch in der Ferienregion Gstaad, in der die Zahl der vermieteten Ferienwohnungen beständig sinkt und der Zweitwohnungsanteil schier unaufhaltsam wächst, hat eine gesetzliche Neuregelung Landwirten eine Nische geöffnet, sich im touristischen Sektor zu engagieren. Ein gutes Beispiel, wie ein bäuerlicher Betrieb auf dieses zweite Standbein setzt, ist der Gässlihof in Feutersoey. Die Landwirtsfamilie Sumi ist sich einig: Den Kontakt zu den Gästen möchten sie trotz einigem Mehraufwand nicht mehr missen.
Daniela und Walter Sumi blicken auf die dritte Sommersaison zurück. Im August 2006 haben sie das Abenteuer gewagt und die alte Scheune zu Gasträumen ausgebaut. Das Dachgeschoss und der einstige Heuboden fassen nun in vier Zimmern insgesamt 14 Betten. Drei Badezimmer stehen den Gästen zur Verfügung. Eine gemütliche Sitzecke mit TV-Gerät lädt zum Verweilen auf der Galerie ein. Gleich bei der funktionalen Küche stehen in der Gässlistube, dem Aufenthalts- und Frühstücksraum, rustikale Tische und Stühle bereit. Im alten Stall haben die Sumis einen Ski- und Veloraum eingerichtet und einen Teil der Heizanlage installiert. Wer es ganz einfach möchte, kann auch im Heulager im Stall übernachten. Ein deftiges Frühstück ist im Preis von CHF 52 (2-5 Nächte) bzw. 30 (im Heu) pro Person inbegriffen. „Wir waren bereit, dieses Risiko auf uns zu nehmen“, berichtet der Hausherr. Diese Entscheidung habe die Familie zu keiner Zeit bereut, auch wenn die Umbauphase „ein wenig streng“ gewesen sei und es einiger Anpassungen in den alltäglichen Arbeitsabläufen bedurfte.
Dass das Konzept aufgehen würde, davon war Walter Sumi von Anfang an überzeugt: „Es hat zu wenig Privatzimmer in der Region.“ Diese Aussage wird durch die Tatsache bestätigt, dass die Sumis in den Saisonzeiten viele Anfragen wegen Platzmangel nicht berücksichtigen können. Sie bedauern daher, dass sie Interessenten nur an wenige Kollegen weitervermitteln können, die ebenfalls auf die touristische Nische setzen.
Bezüglich ihrer Ausbau-Pläne haben die Sumis zunächst einige Bedenken zu hören bekommen. „Es war den Leuten hier zu wenig bewusst, dass es für ein solches Angebot auch im luxusverwöhnten Gstaad eine Nachfrage gibt“, betont Walter Sumi. Inzwischen sind die Skeptiker verstummt. Der Ferien-Betrieb auf dem Gässlihof läuft sehr gut. Die Gäste wissen zu schätzen, dass die Sumis bei der Umgestaltung der Räume grosse Sorgfalt und viel Liebe zum Detail walten liessen. Gerade ruhesuchende Stadtmenschen zeigen sich oft fasziniert von der herrlichen Landschaft und der Echtheit, an der die Sumis sie teilhaben lassen.
Walter Sumi kann seinen Landwirtskollegen nur empfehlen, von der gelockerten Gesetzeslage Gebrauch zu machen. Trotz der zusätzlichen Arbeitsbelastung sei es eine schöne und dankbare Herausforderung, Fremde auf dem Hof zu haben, Touristen zu betreuen, ihre vielfältigen Fragen zu beantworten und immer wieder die Abläufe im Betrieb zu erklären. „Dass man dies gerne macht, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg“, sagt er. Es sei wichtig, sich ständig um die Bedürfnisse der Touristen zu kümmern. Dies bedinge natürlich, sich im Tourismus etwas auszukennen. Dieser Aspekt dürfe nicht unterschätzt werden.
Neben dem Charme der rustikalen Unterkunft erleben die Gäste auf dem Gässlihof gute Stimmung, eine herzliche Aufnahme in familiärer Atmosphäre und einen Gastgeber, der sich gelegentlich auch mal gern auf ein Glas Wein zu den Besuchern setzt, aber ebenso einfühlsam das Bedürfnis nach Diskretion zu wahren weiss. Eine solche Gastlichkeit zu bieten, kann man nicht lernen – das muss man wohl im Blut haben. Dass die Familie mitzieht und hinter dem Konzept steht, erfüllt Walter Sumi mit besonderem Stolz. Sein Fazit nach dem zweiten Sommer ist eindeutig: „Mit einigem Herzblut läuft der Laden.“
Hinweis an die Redaktionen
Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Kerstin Sonnekalb
Leiterin Public Relations
Gstaad Saanenland Tourismus
Promenade 41
CH-3780 Gstaad
Tel. +41 33 748 81 20
Fax +41 33 748 81 83
k.sonnekalb@gstaad.ch
www.gstaad.ch
Weitere Medientexte und Bilder der Ferienregion Gstaad: www.gstaad.ch, Rubrik Medien



