Kirche auf dem Moritzenbühl, ehem. St. Mauritius . Ummauerte Kirchen- und Friedhofanlage. Turm romanisch, Schiff erbaut 1444-47. Renoviert 1940-43 nach Brandkatastrophe von 1940. Massiger wehrhafter Turm auf quadratischem Grundriss. Aufgesetzter Glockengaden mit nicht geknicktem 8-eckigem Helm. An den südlichen Chor- und Schifffassaden zwei Christophorusdarstellungen 3. Viertels 15. und 1. Viertels 16.Jh. Inneres: hohe Staffelhalle auf drei Paar Holzstützen, die den Raum in drei Schiffe teilen. Chor spätromanisch. Bedeutende Wandmalereien 3. und 4. V. 15. Jh., freigelegt und restauriert 1927, 1942 und 1972. An der N-Wand des Schiffes Fragmente des Jüngsten Gerichts und des Abendmahls sowie eine Darstellung des Schweisstuchs der Veronika. An der S-Wand die Anbetung der Könige. Am Triumphbogen Marienkrönung und Gefangennahme Christi in Gethsemane; im Scheitel der segnende Christus, seitlich die Büsten der Apostel über Spruchbändern und zwei Heilige. Die Wandmalereien im Chor: N-Wand: in den Eckfeldern die 4 Evangelisten, beseitet von den Kirchenvätern, typologische alttestamentliche Szenen. O-Wand: Darstellungen aus dem Marienleben, der Kindheitsgeschichte Jesu und ein Sippenbild. S-Wand: Vernichtung der Thebäischen Legion und Märtyrertod des Kirchenpatrons Mauritius. Hervorragender Taufstein 1. Viertel 16.Jh. Der trompetenförmige Schaft und das geschweifte kelch-förmige Becken überflochten von Blendmasswerk und Reliefs, welche die Evangelistensymbole und die Halbfiguren Johannes' des Täufers, des Jacobus Maior, der Maria mit dem Christusknaben und des Mauritius zeigen.
Ausgezeichnete intarsierte und architektonisch stark gegliederte Renaissancekanzel von Hans Jacob Schärer 1628.
Orgelgehäuse aus dem Temple du lac in Neuenstadt, errichtet um 1740/46 von Jakob Rychener aus Rupperswil. Einbau in Saanen und Wiederherstellung der ursprünglichen Polychromie 1984.